Vertriebs- · Handelsvertreter- · Versicherungsvermittlerrecht

Provision zurückgefordert? Wir wehren unberechtigte Forderungen ab.

Bereits ausgezahlte Provisionen sollen plötzlich zurückfließen? Als Kanzlei für Vertriebsrecht prüfen wir die Rückforderung, entkräften Storno­klauseln und setzen Ihre Rechte als Handelsvertreter durch — außergerichtlich und vor Gericht.


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Handelsvertreter & Vermittler

Storno­rückforderungen, Vorschuss­saldo, Provisions­abrechnung — wir verteidigen Handels­vertreter und Versicherungs­vermittler gegen unberechtigte Rückforderungen ihres Unternehmens.


Makler- & Immobilienrecht

Rückforderung der Makler­provision bei geplatzten Kauf- oder Mietverträgen — wir prüfen den Provisions­anspruch, die Voraussetzungen und die Verjährungs­fristen.


Vertriebsrecht · Provisionsrückforderung

Was sind Provisions­rückforderungen?

Provisionsrückzahlung kann für Vertriebs­mitarbeiter eine belastende — oft existenzielle — Herausforderung darstellen. Entscheidend ist, Ihre Rechte zu kennen und einen zuverlässigen Partner an Ihrer Seite zu haben, der ungerechtfertigte Forderungen abwehrt.

Provisions­rückforderungen entstehen, wenn eine bereits ausgezahlte Provision von dem zahlenden Unternehmen zurückverlangt wird. Dies betrifft verschiedene Bereiche — etwa das Makler­recht, das Versicherungs­recht oder das Handelsvertreter­recht. Typische Fälle sind die Rückforderung einer Makler­provision, wenn der Kaufvertrag letztlich nicht zustande kommt, oder die Rückforderung einer Versicherungs­provision durch das Versicherungs­unternehmen bei vorzeitiger Kündigung eines Vertrags.

Im Handelsvertreter­recht kann ein Unternehmen verlangen, dass gezahlte Provisionen zurückgezahlt werden, wenn ein Geschäft nicht erfolgreich abgeschlossen wird oder die Vertrags­bedingungen nicht erfüllt sind. Für Betroffene ist es deshalb wichtig, regelmäßig zu prüfen, ob die Rückforderung überhaupt rechtmäßig ist — und wie man sich gegebenenfalls dagegen wehren kann.


Voraussetzungen

Wann kann eine Provisions­rückforderung erfolgen?

Eine Provisions­rückforderung kann in bestimmten Fällen gerechtfertigt sein. Grundsätzlich haben Unternehmen das Recht, Provisionen zurückzufordern, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Ob eine dieser Voraussetzungen tatsächlich vorliegt — und ob die Forderung der Höhe nach berechtigt ist — lässt sich häufig erst nach einer genauen Prüfung von Vertrag und Abrechnung beurteilen. Genau hier setzen wir an.




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ihre verteidigung

Rückforderung der Provision —
so wehren Sie sich erfolgreich dagegen

Rückforderungen können einschüchternd wirken, doch Sie sind nicht allein. Oft gibt es rechtliche Ansatzpunkte, sich erfolgreich zu wehren — diese fünf Schritte entscheiden über den Ausgang.


Schritt 01 / 05

Vertrag & Klauseln

Vertragliche Grundlagen prüfen

Im Vertriebsrecht spielt der zwischen den Parteien geschlossene Vertrag eine entscheidende Rolle. Seine Regelungen geben häufig Aufschluss darüber, ob und in welchem Umfang eine Rückforderung möglich ist. Wichtig sind dabei:

Tipp: Verträge vor der Zeichnung sorgfältig prüfen und gegebenenfalls anwaltlichen Rat einholen, um das Risiko einer Provisions­rückforderung zu minimieren.

Schritt 02 / 05

Handelsvertreterrecht

Rechtliche Grundlagen im HGB

Das Handelsvertreter­recht enthält wichtige Bestimmungen zur Provisions­rückforderung. Gemäß § 87a Abs. 2 HGB hat der Handelsvertreter grundsätzlich nur Anspruch auf Provision, wenn der Geschäfts­zustand eingetreten ist und der Kunde bezahlt hat. Bei einer Kündigung gelten besondere Regelungen:

Schritt 03 / 05

Verjährung

Fristen und Verjährung beachten

Für Rückforderungen gilt eine dreijährige Verjährungs­frist, beginnend mit dem Jahresende, in dem der Anspruch entstanden ist. Wird die Frist versäumt, ist eine Rückforderung nicht mehr durchsetzbar. In Ausnahmefällen kann die Frist durch Verhandlungen oder Anerkenntnisse unterbrochen werden.

Schritt 04 / 05

Nachbearbeitung

Ordnungsgemäße Nachbearbeitung verlangen

Eine Rückzahlung ist nur zulässig, wenn das Unternehmen eine ordnungsgemäße Nachbearbeitung durchgeführt hat. Ohne „Stornobekämpfung" entfällt der Anspruch. Unternehmen müssen alle zumutbaren Maßnahmen ergreifen, um den Vertrag zu retten — viele vernachlässigen diese Pflicht, wodurch Sie sich gegen unberechtigte Rückforderungen wehren können.

Umfang der Nachbearbeitung: Er hängt von der Situation ab, sollte aber stets sorgfältig und umfassend sein. Unternehmen sind verpflichtet, aktiv Kontakt mit dem Kunden aufzunehmen, um Lösungen zu bieten — und müssen die Nachbearbeitung dokumentieren, um sie bei Bedarf nachzuweisen.

Schritt 05 / 05

Stornogefahr­mitteilung

Stornobekämpfung & Stornogefahr­mitteilung

Stornobekämpfung umfasst alle Maßnahmen, die ein Unternehmen ergreift, um Kunden von einer Kündigung oder Stornierung abzuhalten — z. B. Beratungs­gespräche oder Vertrags­änderungs­angebote. Wichtiger Bestandteil ist die Stornogefahr­mitteilung: Das Unternehmen informiert den Handelsvertreter frühzeitig über die Gefahr einer Stornierung, sodass dieser rechtzeitig Schritte zur Kundenbindung einleiten kann.


Rechtsprechung

Wichtige Urteile zur Provisions­rückforderung

Eine Auswahl prägender Entscheidungen von BGH und Oberlandes­gerichten — als Orientierung, worauf wir uns in der Verteidigung Ihrer Provisions­ansprüche stützen.


BGH

11.03.2009

VIII ZR 149/08

Bedingungen für Rückforderungen im Maklerrecht


OLG München

13.02.2012

19 U 4797/11

Nachbearbeitungs­pflicht im Versicherungs­recht


BGH

25.02.2016

I ZR 166/14

Rechte und Pflichten bei Provisions­rückforderungen


OLG Stuttgart

15.10.2020

14 U 91/19

Verantwortlichkeit des Vertrags­partners


BGH

27.03.2021

III ZR 154/20

Anforderungen an eine rechtzeitige Stornobekämpfung



Provisionsrückforderung?

Unternehmer fordert Provisionen zurück? Wir kennen die typischen Argumentationsmuster.

Storni, Bestandspflege, vermeintliche Falschberatung — wir entkräften die Standard-Strategien und schützen Ihre Provisionen.

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