Versicherung zahlt nicht
Es kommt häufig vor, dass Versicherer die Zahlung ganz oder teilweise verweigern — oft gestützt auf Gutachten der Sachverständigen. Wir prüfen Invaliditätsgrad, Fristen und Ablehnungsgründe und setzen Ihre Leistung durch.
Bekannt aus
Aus juristischer Sicht: das beste Vorgehen
Was Sie wissen sollten, wenn die private Unfallversicherung nicht zahlt
Fast jeder dritte deutsche Haushalt hat eine private Unfallversicherung — leider hört man aber oft: die private Unfallversicherung zahlt nicht! Versicherer verweigern die Zahlung ganz oder teilweise und stützen sich dabei oft auf Gutachten der Sachverständigen. Was dann zu tun ist, erklären wir Ihnen — wir von Kraemer.Law sind Fachanwälte für Versicherungsrecht.
Leistungsumfang
Was bietet eine private Unfallversicherung?
Private Unfallversicherungen werden häufig als Lückenfüller zwischen gesetzlicher Unfallversicherung, Krankenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung eingesetzt. Welche Leistungen die private Unfallversicherung konkret bietet, ergibt sich aus den Versicherungsbedingungen. Meist kann beim Abschluss ausgewählt werden, welche Zahlungen der Versicherer im Falle eines Unfalls zu erbringen hat — dementsprechend ändert sich die Prämie. Oft beinhalten Unfallversicherungen diese Leistungen:
Ablehnung erhalten?
Pauschale Ablehnungen, Verweise auf angebliche Vorerkrankungen, verschleppte Bearbeitung — wir entkräften die Standard-Strategien und holen heraus, was Ihnen zusteht.
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Versicherungsfall & Fristen
Was versichert die private Unfallversicherung (nicht)?
Die Unfallversicherung zahlt nur, wenn ein Unfall stattgefunden hat. Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte eine Gesundheitsschädigung erleidet, die folgende Merkmale erfüllt:
Beispiele
X geht durch die Innenstadt. Von einem Balkon fällt ein Holzbalken herunter, der ihn am Kopf trifft und eine Platzwunde verursacht. — Y will beim Renovieren ein Kabel aus der Wand ziehen. Nachdem ihm dies erst schwerfiel, löst sich das Kabel plötzlich, sodass er auf den Rücken fällt und sich eine Rückenverletzung zuzieht.
Ein Unfall liegt dagegen nicht vor, wenn es lediglich aufgrund einer Über- oder Dauerbelastung zu einer Verletzung kommt. Beispiel: Die Kreuzbänder des X sind nur eingeschränkt belastbar. Beim Treppensteigen reißt ein Kreuzband des X — nicht wegen außergewöhnlicher Belastung, sondern wegen schwacher Konstitution.
Zu beachten ist außerdem, dass die Versicherungsbedingungen häufig bestimmte Umstände, die eigentlich Unfälle darstellen würden, vom Versicherungsschutz ausnehmen. Beispiel: In aller Regel sind Unfälle ausgeschlossen, die wegen übermäßigen Alkoholkonsums oder im Zusammenhang mit einer Straftat entstehen. Ebenso sind oft einzelne Verletzungsmuster, wie etwa bestimmte Schäden der Bandscheiben, vom Versicherungsschutz ausgenommen. Nicht zuletzt deshalb sollte man vor Abschluss der Versicherung die Bedingungen gründlich durchlesen.
Welche Fristen müssen Sie beachten?
Eine verpasste Frist kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Versicherer leistungsfrei wird — d. h. Sie bekommen kein Geld, obwohl eigentlich alle Bedingungen erfüllt sind. Die Fristen, die Sie bei der Unfallversicherung beachten müssen, sind:
Tipp · Fristen prüfen lassen
Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie alle Fristen einhalten (können), wenden Sie sich an einen Anwalt für Versicherungsrecht. Dieser kann Ihren Vertrag prüfen und Sie bei den nächsten Schritten beraten — bevor eine versäumte Frist Ihren Anspruch kostet.
Typische Ablehnungsgründe
Gründe, warum Versicherer nicht zahlen
Nicht selten verweigert der Versicherer die Zahlung oder sieht sich nur zu einer geringen Summe in der Pflicht. Diese Verweigerung kann zum Beispiel so begründet werden:
Wird der Invaliditätsgrad angezweifelt, sind womöglich Gutachten anzuzweifeln oder neue anzufertigen, um den Versicherer umzustimmen.
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Streit um den Invaliditätsgrad
Versicherer zahlt nicht nach Gutachten
Trotz vereinbarter Gliedertaxe kann streitig sein, wie hoch der konkrete Grad der Beeinträchtigung ist. Dieser ist aber entscheidend für die Höhe der Invaliditätsleistung. Außerdem kann mit dieser Beurteilung der Anspruch auf Zahlung einer Unfallrente stehen und fallen.
In der Regel wird der Invaliditätsgrad zunächst von den behandelnden Ärzten festgestellt. Jedoch kommt es vor, dass der Versicherer mit deren Einschätzung nicht einverstanden ist und ein eigenes Sachverständigengutachten einfordert. Der Versicherte wird dann erneut von einem Arzt untersucht, den der Versicherer bestimmt. Versicherte, die die Einschätzung des Sachverständigen für falsch halten, fragen sich dann, wie sie sich verhalten sollen. In dieser Situation ist es empfehlenswert, zeitnah einen Anwalt für Versicherungsrecht zu kontaktieren — denn mit dem Gutachten der Versicherung ist das letzte Wort nicht gesprochen:
Handlungsempfehlung
Drei hilfreiche Maßnahmen, wenn der Versicherer nicht zahlt
Ob mit oder ohne Gutachten — Versicherer verweigern immer wieder die Leistung. Diese Schritte können Versicherten dabei helfen, an ihre Zahlung zu kommen:
Auf den Punkt
Fazit
Die private Unfallversicherung kann den Schutz anderer Versicherungen ergänzen und zum Beispiel Unfälle in Freizeit oder Haushalt absichern. Was nach einem Unfall geleistet wird, hängt vom Tarif ab — in der Regel bestehen hier Wahlmöglichkeiten. Mögliche Leistungen sind z. B. Einmalzahlungen (Invaliditätsleistung) oder regelmäßige Zahlungen (Unfallrente) sowie Tagegeld.
Wenn der Versicherer trotz Fristsetzung nicht zahlt, sollte man einen Fachanwalt für Versicherungsrecht kontaktieren. Das Gleiche gilt, wenn der Gutachter des Versicherers einen zu niedrigen Invaliditätsgrad bestimmt. Haben Sie noch Fragen oder brauchen Sie Hilfe, weil Ihre private Unfallversicherung nicht zahlt? Dann rufen Sie uns an unter +49 (0)221 650 80 4183 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@kraemer.law. Fachanwalt für Versicherungsrecht Markus Krämer hilft Ihnen gerne!
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